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Fliesenkleber: Welche Arten gibt es?

Fliesenkleber ist nicht gleich Fliesenkleber. Denn mit der Weiterentwicklung der Fliese haben sich auch die Anforderungen an den Fliesenkleber verändert. Der Trend geht Richtung XXL-Fliesen. Damit werden Fliesen nicht nur größer, sondern auch schwerer. Zudem hat sich im Laufe der Zeit auch die Materialzusammensetzung sowie die Verarbeitung von Fliesen geändert.

Damit hängt die Wahl des geeigneten Fliesenklebers von den folgenden Faktoren ab:
  • Einsatzbereich (Innen- oder Außenbereich)
  • Material und Größe der Fliese
  • Untergrund (Beschaffenheit: eben oder uneben)
Grundsätzlich unterscheidet man bei Fliesenklebern zwischen zementgebundenen Klebern und nicht zementgebundenen Klebern wie Dispersionskleber und Reaktionsharzkleber.
Der Bildausschnitt zeigt zwei Unterarme und Hände, die eine Fliese auf dem Boden verlegen. Die Wahl des passenden Fliesenkleber hängt neben dem Fliesenbelag maßgeblich vom Untergrund ab.

Was hat die Verlegart mit dem Fliesenkleber zu tun?

Neben dem Fliesenmaterial und dem Einsatzbereich ist der Fliesenuntergrund entscheidend für die Wahl des passenden Fliesenklebers. Denn der Untergrund spielt wiederum eine wichtige Rolle für die Verlegeart.

In den meisten Fällen werden Fliesen im Dünnbettverfahren verlegt. Dafür sollte der Untergrund besonders eben, staubfrei und frei von Rissen sein, da die Klebschicht hier maximal bis zu 5 mm stark ist. Der Vorteil in der Dünnbettverlegung besteht in der raschen Verarbeitung. Für die Verlegung im Dünnbettverfahren eignen sich hydraulische und zementgebundene Kleber sowie Dispersionskleber als auch Reaktionsharzklebestoffe.

Beim Dickbettverfahren handelt es sich um eine zeitaufwendige Methode, denn jede Platte musste einzeln mit Mörtel bestrichen werden. Lange Zeit galt sie als Standard-Methode bei der Verlegung von Keramik- und Natursteinbelägen. Mittlerweile wurde sie weitestgehend von der Dünnbettverlegung abgelöst. Das Dickbettverfahren (mit Mörtel) eignet sich jedoch noch manchmal bei sehr unregelmäßigen Untergründen oder bei sehr ungleich starken Platten.  

Zementkleber als Vorreiter

Am häufigsten kommen zementgebundene Kleber zum Einsatz. Wobei das Wort „Kleber“ etwas irreführend ist, da es sich stofflich betrachtet um Mörtel handelt. Trockenmörtel oder zementgebundene Kleber werden in der Regel mit Wasser (nach den Angaben der Hersteller) angerührt und sind wasser- und frostbeständig, weshalb sie sich sowohl für den Innen- als auch Außenbereich eignen.

Da Zementkleber jedoch besonders schnell aushärten, sollten diese möglichst zügig verarbeitet und besser in kleineren Mengen angerührt werden. Zementkleber eignen sich für starre und saugfähige Untergründe. Dazu zählen beispielsweise Estrich, Beton, Kalkputz oder Zementputz. Die Verarbeitung erfolgt meist im Dünnbettverfahren. 

Flex-Fliesenkleber für bewegliche und glatte Untergründe

Der Flex-Fliesenkleber oder auch Flexkleber gehört zu den zementgebundenen Fliesenklebern. Er unterscheidet sich insofern von dem reinen Zementklebern als dass er zusätzlich Kunststoffe beinhaltet. Diese bewirken eine deutlich stärkere Klebekraft sowie größere Flexibilität. Das bedeutet, dass Flexkleber selbst nach dem Aushärten relativ flexibel sind und Schwingungen ausgleichen können, die beispielsweise beim Begehen eines Fußbodens entstehen. 

Das ist vorteilhaft bei arbeitenden Untergründen wie beispielsweise Trockenestrichelementen. Ebenso eignet sich Flexkleber besonders gut bei Gipskarton- oder Faserzementplatten, Holzwerkstoffen wie Spanplatten oder OSB-Platten. Der Einsatz des besonderen zementgebundenen Klebers verhindert, dass sich die Fliesen dadurch vom Untergrund lösen oder reißen.

Flexkleber für Feinsteinzeugfliesen

Grundsätzlich sollte man bei Fliesen aus Feinsteinzeug zu Flexkleber greifen.
Während vor einigen Jahren überwiegend Fliesen aus Steinzeug oder Steingut gefertigt und verlegt wurden, bestehen heutzutage die meisten Fliesen aus Feinsteinzeug. Feinsteinzeugfliesen haben den Vorteil, dass ihr Material besonders dicht ist und sie kaum Wasser aufnehmen.

Die geringe Saugfähigkeit der Fliese hat den großen Vorteil, dass sie noch robuster gegenüber äußeren Einflüssen ist. Sie ist zum Beispiel noch belastbarer und darüber hinaus frostbeständig. Auf der besonders dichten und glatten Oberfläche der Feinsteinzeugfliese haftet herkömmlicher Zement-Kleber jedoch weniger gut. Besser eignet sich Flexkleber.


Die Vorteile von Flexkleber: 

  • kann auf kritischen Untergründen verlegt werden
  • für verschiedene Einsatzzwecke erhältlich (innen und außen)
  • besonders starke Klebkraft
  • bestens geeignet für Feinsteinzeugfliesen
  • Flexkleber ist noch nach der Aushärtung besonders flexibel
  • gleicht Schwingungen aus
Flexkleber hat eine hohe Klebkraft, ist nach Aushärtung flexibel und eignet sich für verschiedene Einsatzzwecke.

Reaktionsharzkleber & Dispersionskleber für besondere Zwecke

Dispersionskleber und Reaktionsharzkleber gehören hingegen zu den nicht zementgebundenen Klebern. Sie kommen jedoch deutlich seltener zum Einsatz als zementgebundene Kleber.

Dispersionskleber sind bereits gebrauchsfertig erhältlich und müssen demnach nicht extra angemischt werden. Sie bestehen aus Kunststoffen, die in Wasser gelöst sind. Ähnlich wie der Flexkleber ist der Dispersionskleber im erhärteten Zustand flexibel und hat eine besonders hohe Klebkraft. Allerdings braucht er deutlich länger zum Trocknen und ist nicht frostbeständig. Daher eignen sich Dispersionskleber nur für den Innenbereich. Er kommt vor allem auf glatten Untergründen wie Gipskarton oder Hartschaumplatten zum Einsatz.

Reaktionsharzkleber bestehen aus einem Kunstharz und einem Härter. Beides muss zunächst entsprechend angemischt werden. Reaktionsharzkleber werden hauptsächlich in gewerblichen Bereichen und auf schwierigen Untergründen wie Kunststoff, Glas, Metall oder Holz verwendet. Für die Fliesenverlegung im privaten Wohnbereich kommen die Spezialkleber eher selten zum Einsatz.
Fliesenmörtel mit vier kleinen weißen Fliesen und einer blauen Fliesenspachtel. Die Zahlen und Buchstaben auf den Fliesenklebern geben Aufschluss über die jeweiligen Eigenschaften. 

Den richtigen Fliesenkleber finden

Fliesenkleber zur Verarbeitung keramischer Fliesen und Platten müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Diese sind in der europäischen Norm DIN EN 12004 (bzw. ISO-Norm 13007 Teil 1) exakt definiert, die C1 und C2 (zementhaltige Mörtel) sowie wählbare Zusatzeigenschaften beinhaltet.

In der DIN EN 12004 sind außerdem die ­Kennwerte S1 und S2 für zementgebundene Klebemörtel beschrieben. Welche Kennwerte für welche Eigenschaften stehen, ist in der nachfolgenden Übersicht zu sehen:

 Basis des Klebers:

  • C = Zementkleber
  • R = Zwei-Komponenten-Reaktionskleber
  • D = Dispersionskleber

Haftfestigkeit:

  • 1 = normale Haftfestigkeit
  • 2 = erhöhte Haftfestigkeit

 Durchbiegung:

  • S1 = verformbarer Fliesenkleber (normale Durchbiegung)
  • S2 = stark verformbarer Fliesenkleber (starke Durchbiegung)

 Verarbeitungseigenschaften:

  • F = schnell härtend (fast setting)
  • T = verringertes Abrutschen (thixotrop)
  • E = verlängerte Offenzeit (extended open time)